Warum ist Führungskräfteentwicklung wichtig?

Der Chef ist einer Studie der Ruhr-Universität Bochum zufolge oftmals in Unternehmen der Unzufriedenheitsfaktor und Kündigungsgrund Nummer 1.

Von 3500 befragten Mitarbeitern sind über 56 Prozent mit ihren Vorgesetzten nicht zufrieden. Jeder fünfte Mitarbeiter gibt dem Vorgesetzten die schlechtmöglichste Bewertung.

Dabei hängt die wahrgenommene Zufriedenheit mit dem Chef nur gering mit der Einschätzung des persönlichen Erfolgs bzw. Unternehmenserfolgs zusammen. Die Arbeitszufriedenheit ist stark abhängig von der Zufriedenheit mit dem Vorgesetzten und wird geprägt durch:

  • gegenseitigem Vertrauen
  • Gespür der Führungskraft für die Stimmung im Team
  • angemessenem Delegieren, Koordinieren und Organisieren fachlicher Aufgaben
  • Fairness1

Diese Faktoren werden von Führungskräften häufig vernachlässigt. Dadurch werden etwa 60 Prozent aller Mitarbeiter durch ihren direkten Vorgesetzten demotiviert. Diese Demotivation äußert sich durch folgende Verhaltensweisen seitens der Führungskraft:

  • Nicht-Zutrauen / geringe Leistungserwartung
  • Missachtung von Kompetenz
  • Übertriebene Kontrolle
  • Mangelnde Glaubwürdigkeit
  • Unsachliche Kritik
  • Einsames Entscheiden
  • Mangelnder Respekt
  • Informationszurückhaltung2

Das Fehlverhalten der Führungskräfte und das damit einhergehende fehlende Engagement der Mitarbeiter führt zu jährlichen volkswirtschaftlichen Kosten von bis zu 109 Milliarden Euro.3


„Eine Investition in Wissen bringt immer noch die besten Zinsen.“
Benjamin, Franklin; einer der Gründerväter der Vereinigten Staaten

„Führung ist wie der Schrecken erregende Yeti, dessen Fußabdrücke überall sind, der aber noch nie gesehen wurde.“
Warren Bennis, US-amerikanischer Wirtschaftswissenschafter

„Eine der wichtigsten Aufgaben eines Managers ist es, seine Leute zu motivieren.”
Cyril Northcote Parkinson (1909-93), brit. Historiker u. Publizist

„Ein Manager arbeitet nur dann gut, wenn seine Kommunikation stimmt.”
Cyril Northcote Parkinson (1909-93), brit. Historiker u. Publizist

„Ein Manager macht seine eigentliche Arbeit dann, wenn er mit seinen Leuten redet.”
Cyril Northcote Parkinson (1909-93), brit. Historiker u. Publizist

„Es ist wichtig zu verstehen, daß ein guter Manager - ganz gleich, wie gut er bezahlt sein mag - auf lange Sicht wahrscheinlich weniger kostet als ein schwacher Mann.”
Cyril Northcote Parkinson (1909-93), brit. Historiker u. Publizist

„Gedichte lernen und Stücke schreiben bildet ein hervorragendes Training für einen Manager, weil er dabei den Wert seiner Worte erlernt. Und dies wiederum hilft ihm, sich verständlich zu machen.”
Cyril Northcote Parkinson (1909-93), brit. Historiker u. Publizist


1) Presseinformation Ruhr-Universität Bochum, Aug. 2009. Bochum.    
2) Nach Nerdinger, F. W. (2001). Motivierung. In: H. Schuler (Hg.) Lehrbuch der Personalpsychologie, S. 349-373. Göttingen: Hogrefe)
3) http://berkemeyer.net/news/gallup-studie

 

Führungskräfteentwicklung als Broschüre

Interview mit Prof. Dr. Birgit Volmerg auf center.tv (Bremen)